Pokalsieger SYNTAINICS MBC gelingt das, was in dieser Saison bisher nur ein Club geschafft hat: ein Auswärtssieg bei den EWE Baskets Oldenburg. Beim 97:95 vor erneut ausverkaufter Kulisse überragt Michael Devoe mit 32 Punkten. 18 Führungswechsel dokumentieren die Ausgeglichenheit der Mannschaften.
Spielverlauf und Wendepunkt: EWE Baskets Oldenburg gegen SYNTAINICS MBC – das war auch ein Aufeinandertreffen zweier Teams, die in einem außerordentlich eng beieinanderliegenden Mittelfeld der Tabelle jeden Sieg im Rennen um die Postseason-Teilnahme benötigen.
Entsprechend dieser Ausgangslage ging es auch auf dem Parkett zu: Umkämpft, beiderseits verbissen geführt und oft an der Grenze des Erlaubten. Mal setzten sich die Gäste ein kleines Stück ab (14:8, 6. Minute), mal schnupperten die Hausherren an einem deutlicheren Vorteil (32:25, 13.). Oldenburg drohte im dritten Viertel zwischenzeitlich auf die schiefe Bahn zu geraten, doch meldete sich die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic wieder zurück.
Fast schon zwangsläufig kulminierte die Spannung in einer packenden Schlussphase. Der SYNTAINICS MBC verpasste es zunächst, aus einem 86:78 vorentscheidenden Rückenwind abzuleiten (34.), bewies dann aber – wie schon während der gesamten Partie – ein ruhiges Händchen von der Freiwurflinie. Der Mann des Abends, Michael Devoe, sorgte mit zwei Treffern zum 97:93 drei Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung in einer Partie mit 18 Führungswechseln. Weißenfels verbesserte sich auf 13:11, Oldenburg steht nun bei 12:12.
Duell im Fokus: Viel Spielzeit erhielten die beiden vor der Partie in den Mittelpunkt gerückten Power Forwards Artur Konontsuk und Tyren Johnson. Konontsuk (Oldenburg) kam am Ende auf 15 Punkte und sieben Assists, sein Gegenüber Johnson erzielte zehn Zähler und traf drei seiner fünf Dreier.
Zahlen, bitte: Es war der erste Sieg des MBC in Oldenburg seit der Saison 2013/2014 und erst die zweite Heimniederlage der EWE Baskets in der laufenden Saison. Die Gäste siegten, obwohl sie weniger Rebounds (23:39), weniger Assists (18:23) und eine schlechtere Wurfquote aus dem Feld aufwiesen (49 gegenüber 55 Prozent). Herausragend war die Freiwurfquote der Gäste: Sie versenkten 31 von 33 (94 Prozent) und legten hier den Grundstein in einer umkämpften Partie.

Spieler der Partie: Diese Wahl fiel einfach: Michael Devoe war der überragende Mann bei den knapp siegreichen Gästen, dank 8/14 aus dem Feld und 13/14 Freiwürfen imponierte er mit einer tadellosen Leistung, zu der sich auch noch fünf Rebounds, vier Assists und zwei Steals gesellten.
Die Deutschen: Eine starke Rolle spielten bei den EWE Baskets Oldenburg die deutschen Akteure Len Schoormann (15 Punkte), Norris Agbakoko (14) und Alen Pjanic (13). Bei den Gästen kam John Bryant auf acht Zähler.
Award-Anwärter: Justin Jaworski gilt als einer der Kandidaten für die Auszeichnung zum besten Offensivspieler der Saison und kam gegen den SYNTAINICS MBC auf 23 Punkte. Punkte im Rennen um die Auszeichnung als Trainer des Jahres sammelte MBC-Headcoach Janis Gailitis, der sich nach dem Pokalsieg anschickt, die Weißenfelser in die Postseason zu führen.
Am Rande der Bande: Bei den EWE Baskets Oldenburg setzten erneut Geno Crandall und Eli Brooks aus. Der SYNTAINICS MBC musste auf den Ex-Oldenburger Martin Breunig verzichten.
Sonstiges: Die EWE Arena in Oldenburg war zum 39. Mal in Folge bei einem Heimspiel in der easyCredit BBL ausverkauft.
Wie geht’s weiter: Die EWE Baskets gastieren am Sonntag, 6. April, bei den Telekom Baskets Bonn. Der SYNTAINICS MBC ist bereits am Freitag, 4. April, vor heimischer Kulisse gegen die SKYLINERS aus Frankfurt gefordert.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.