ratiopharm ulm logo
Telekom Baskets Bonn logo
FC Bayern München Basketball logo
MHP RIESEN Ludwigsburg logo
ALBA BERLIN logo
EWE Baskets Oldenburg logo
BG Göttingen logo
NINERS Chemnitz logo
ROSTOCK SEAWOLVES logo
Bamberg Baskets logo
Würzburg Baskets logo
MLP Academics Heidelberg logo
HAKRO Merlins Crailsheim logo
Basketball Löwen Braunschweig logo
Veolia Towers Hamburg logo
SYNTAINICS MBC logo
RASTA Vechta logo
Tigers Tübingen logo
Home/Newscenter/Tabellenführer gegen Meister: Chemnitz empfängt Ulm zum Pokalkracher

VorberichteTabellenführer gegen Meister: Chemnitz empfängt Ulm zum Pokalkracher

07. Dezember 2023
Status Quo: Erster gegen Zweiten. Nach der deutlichen 89:107-Niederlage gegen Rostock gaben die Ulmer vorerst die  Tabellenführung ab und das ausgerechnet an den kommenden Gegner aus Chemnitz. Der überrannte letztes Wochenende Oldenburg mit 79:58 und hat nun seit wettbewerbsübergreifend 16 Partien nicht mehr verloren. Unter der Woche gab es für beide Teams im internationalen Wettbewerb noch Siege. Chemnitz startete mit 109:85 gegen Itelyum Varese (Italien) problemlos in die zweite Gruppenphase des FIBA Europe Cup; Ulm machte es im EuroCup mit 85:83 bei Dolomiti Energia Trento (ebenfalls Italien) etwas spannender.

Status Quo: Erster gegen Zweiten. Nach der deutlichen 89:107-Niederlage gegen Rostock gaben die Ulmer vorerst die Tabellenführung ab und das ausgerechnet an den kommenden Gegner aus Chemnitz. Der überrannte letztes Wochenende Oldenburg mit 79:58 und hat nun seit wettbewerbsübergreifend 16 Partien nicht mehr verloren. Unter der Woche gab es für beide Teams im internationalen Wettbewerb noch Siege. Chemnitz startete mit 109:85 gegen Itelyum Varese (Italien) problemlos in die zweite Gruppenphase des FIBA Europe Cup; Ulm machte es im EuroCup mit 85:83 bei Dolomiti Energia Trento (ebenfalls Italien) etwas spannender.

Rekordverdächtig: Chemnitz befindet sich auf einem Siegeszug durch alle Basketballhallen. Und mit aktuell wettbewerbsübergreifend 17 Siegen in Serie sind sie in prominenter Gesellschaft. Es fehlt noch ein weiterer Erfolg, um mit den Telekom Baskets Bonn gleichzuziehen und das 18. Spiel in Folge zu gewinnen.

Die besondere Brisanz: Die letzte Niederlage des Teams aus Sachsen liegt über zwei Monate zurück. Am 27.09. unterlagen die NINERS im Eröffnungsspiel der neuen Saison mit 85:90. Der Gegner damals? Natürlich – ausgerechnet - der Deutsche Meister ratiopharm ulm. Der frischgebackene MVP des Monats November Karim Jallow führte das Team aus Schwaben damals mit 16 Punkten an, Kevin Yebo (21 Punkte, fünf Assists) war Topscorer auf Chemnitzer Seite. Revanchiert sich der aktuelle Spitzenreiter nun für diese Niederlage und baut die Serie weiter aus?

Ewige Bilanz: Nach acht Duellen führen die Ulmer aktuell mit 5:3 Siegen. Im Pokal gab es bislang nur ein Aufeinandertreffen, das die NINERS in der Saison 2021/22 daheim mit 87:85 gewannen. Später schaltete das Team von Rodrigo Pastore noch den FC Bayern München aus und qualifizierte sich dadurch für das TOP FOUR in Berlin. Dieses Highlight wartet bei einem Sieg gegen das Team aus der Münsterstadt nun erneut.

Pokalhistorie: Für die NINERS Chemnitz ist das erreichte TOP FOUR vor zwei Jahren – mit dem Aus im Halbfinale gegen ALBA BERLIN – der bisher größte Erfolg des Klubs im Pokalwettbewerb. Im Jahr danach gab es ein Erstrunden-Aus bei den HAKRO Merlins Crailsheim, jetzt ist zum zweiten Mal ein Halbfinale in Sichtweite.

ratiopharm ulm hat den Wettbewerb 1996 einstmals gewonnen (damals als Basketball-Abteilung noch im SSV Ulm 1846). Den Sieg in einem engen Endspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (80:79) machte Gary van Waaden klar - davon gibt es sogar noch Videomaterial (siehe oben rechts). Es war zudem eine Revanche für Ulm, da sie im Jahr zuvor im Finale mit einem Punkt an Leverkusen gescheitert waren (75:76) und sogar schon 1994 im Pokalfinale standen, da aber gegen Brandt Hagen verloren (72:86). Etwa zwanzig Jahre später, 2013 und 2014 schaffte es Ulm erneut jeweils ins Finale, in beiden Jahren ging der Titel allerdings an ALBA BERLIN. Das schmerzte 2014 umso mehr, da das TOP FOUR zu Hause an der Donau ausgetragen wurde.

Duelle im Fokus: Kevin Yebo und Trevion Williams sind die beiden besten Big Men der aktuellen Saison. Yebo ist mit 15,5 Punkten in gerade einmal 21 Minuten der beste Scorer auf der Fünf und schnappt sich dazu noch 5,5 Rebounds pro Partie. Williams (20,4 Effektivität) ist mit durchschnittlich 14,1 Punkten, 7,4 Rebounds sowie 4,2 Assists der effektivste Center der Liga. Im Gesamtvergleich wird Williams in puncto Effektivität nur von den Guards Tommy Kuhse und Aljami Durham geschlagen, wobei der US-Center nur mit den kleineren Akteuren mithält, weil er über ein unglaubliches Passspiel verfügt.

Auf dem Flügel treffen sich derweil die Scharfschützen. Chemnitz‘ Topscorer Wesley van Beck (16,8 Punkte pro Spiel) trifft bei 7,3 Dreierversuchen pro Spiel satte 49,3 Prozent und netzte bei seinen 28 Punkten gegen Oldenburg zuletzt sechs Stück von „Downtown“. Bei Ulm hat Dakota Mathias (14,5 PPG) eine ähnliche Rolle, wobei er den Dreier noch nicht ganz so hochprozentig (38,3 Prozent) wie van Beck trifft, aber trotzdem zu jeder Zeit Heißlaufen kann.

Eine Einordunung dieser Duelle - und aller weiteren Viertelfinal-Partien im Pokal - gibt es vor allem teamtaktisch hier nochmal vom Experten Stefan Koch: hier klicken.

Topscorer Kevin Yebo war im Ligaspiel nur schwer zu stoppen. (Foto: Ulf Duda)

Alte Bekannte: Thomas Klepeisz und DeAndre Lansdowne stehen sich nun auf dem Feld gegenüber, trugen aber auch schon das gleiche Trikot. In den Saisons 2017/18 und 2018/19 spielten zusammen in Braunschweig. In ihrer zweiten gemeinsamen Spielzeit lief das Zusammenspiel für beide hervorragend: So versorgte Klepeisz Braunschweigs damaligen Topscorer - Lansdowne mit 18,5 Punkten -, mit 4,7 Assists pro Spiel (persönlicher Bestwert über eine ganze Saison).

Zahlen, bitte: Ulm stellt mit 92,7 pro Spiel die zweitbeste Offensive der Liga (hinter ALBA BERLIN mit 93,7) und trifft auf die zweitbeste Defensive der bisherigen Saison. Chemnitz hat in zehn Ligaspielen im Schnitt nur 73,4 gegnerische Punkte erlaubt. Das einzige Team, das noch weniger in der Offensive zulässt, sind die Würzburg Baskets mit 73,1 gegnerischen Punkten im Schnitt. Damit sind beide Teams übrigens schon in einem TOP FOUR – zumindest statistisch. Ulm gehört zu den vier Teams die Liga, die pro Spiel über 90 Punkte erzielen (mit Rostock, Bonn und eben Berlin), Chemnitz zu den vier die weniger als 80 Punkte zulassen (mit München, Ludwigsburg und eben Würzburg).

Im Blick des Bundestrainers: Karim Jallow (18 Länderspiele) hat sich ja vom Testpool als Kaderathlet abgemeldet, seine Statistiken bleiben Gordon Herbert sicher trotzdem nicht verborgen. Letzter Stand ist auch, dass die Klage der NADA abgwiesen wurde. Mit 16,8 Punkten pro Spiel ist er Ulms Topscorer und steht mit 4,1 Rebounds ebenfalls teamintern auf Rang zwei. Philipp Herkenhoff, der bereits acht Mal das Trikot des DBB trug, kämpft sich stetig zurück, knüpft nur bisher noch nicht an alte Zeiten an.
Ähnliches gilt für Dominic Lockhart (acht Länderspiele) der es nach langer Verletzung erst auf zwei Einsätze in der Liga bringt. Und darüber hinaus ist Kevin Yebo immer noch ein Kandidat fürs DBB-Team, auch wenn es schon oft genug thematisiert worden ist, dass er auch für das Team der Elfenbeinküste auflaufen kann.

Am Rande der Bande: Jonas Richter wäre ein weiterer Kandidat fürs Nationalteam, hat sich allerdings gegen Oldenburg an der Schulter verletzt und fällt wohl geraume Zeit aus.

Es ist alles Gold, was glänzt: Die Ulmer haben gleich drei Spieler im Kader, die sich im Sommer über die Qualifikations-Turniere der FIBA noch für die Olympischen Spiele in Paris qualifizieren können. L.J. Figueroa tritt mit der Dominikanischen Republik in Griechenland an, Georginho de Paula mit Brasilien in Lettland und Juan Nunez darf mit Spanien vor heimischer Kulisse spielen. Allerdings bucht in jedem der vier Mini-Turnier mit jeweils sechs Teams lediglich der Gewinner das Ticket nach Paris. Auf genau diesem Weg hatte sich Deutschland für die vergangenen Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert, aber diesmal bleibt dem DBB-Team dieser ganze Stress erspart, da wer genau noch mal direkt qualifiziert ist? Genau: der amtierende Weltmeister!

Weise Worte: Wesley van Beck führte den aktuellen Lauf seines Teams auch auf die bodenständige Arbeitsweise zurück und sagte Sportbild.de: „Wir haben eine Menge Blaumann-Typen im Team“. Auch wenn die Arbeitskleidung auf dem Spielfeld wohl eher hinderlich ist, hilft die Einstellung natürlich auch, wenn Chemnitz gegen Ulm zu Werke geht. Und schließlich wird des Öfteren – salopp ausgedrückt – beim Basketball auch am Spielstand geschraubt.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird ab 18:15 Uhr live bei Dyn übertragen, Chris Schmidt kommentiert das Spiel. Dyn ist das neue Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn Plattform und im Anschluss über die Dyn Social-Media-Kanäle frei empfangbar sein werden. Dyn ist seit Anfang August über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.