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Kochs NachschlagMeine besten Fünf: Youngsters und Evergreens

09. Dezember 2022
Welche sind in dieser Saison die fünf besten Spieler unter 22 Jahren? Und welche sind die fünf besten Spieler über 33 Jahren? Ich habe drei Berliner, zwei Münchener und Ulmer und jeweils einen Akteur aus Brauschweig, Hamburg und Weißenfels ausgewählt. Bei welchen Namen teilt Ihr meine Ansicht und welche Spieler habe ich eurer Meinung nach vergessen?

Welche sind in dieser Saison die fünf besten Spieler unter 22 Jahren? Und welche sind die fünf besten Spieler über 33 Jahren? Ich habe drei Berliner, zwei Münchener und Ulmer und jeweils einen Akteur aus Braunschweig, Hamburg und Weißenfels ausgewählt. Bei welchen Namen teilt Ihr meine Ansicht und welche Spieler habe ich eurer Meinung nach vergessen?

In unregelmäßigen Abständen möchte ich euch meine fünf besten Spieler aus verschiedenen Kategorien vorstellen, wobei ich kein Ranking vornehmen werde. Vielmehr werde ich meine Auswahl alphabetisch ordnen, aber ihr erhaltet die Chance, weitere Namen hinzuzufügen und auch über eine Rangfolge zu entscheiden. Heute beginne ich mit den besten Youngstern und Evergreens, wobei die Altersabgrenzung bei den Youngstern relativ einfach war. Die Liga vergibt den Award für den besten Nachwuchsspieler unter 22 Jahren. Daran habe ich mich orientiert. 

Da es aber keine Auszeichnung für die betagteren Akteure gibt, habe ich hier die Grenze nach eigenem Ermessen festgelegt. Nach kurzem Nachdenken bin ich bei 33 Lenzen gelandet. Das ist mindestens 50 Prozent älter als die Youngsters. Aber auch die Auswahl fiel mir bei den jungen Spielern deutlich leichter. Ich war mir relativ schnell über die fünf Namen klar. Bei den älteren Herrschaften habe ich lange geschwankt und mich knapp gegen Yorman Polas Bartolo und Elias Harris entschieden.

Die Evergreens

Tremmell Darden (SYNTAINICS MBC): Ü33? Darüber lacht der älteste Spieler der Liga, der in diesem Monat 41 Jahre alt wird. Der Amerikaner ist ein kleines biologisches Wunder, das sich dem Altern komplett verschließt. Seine Athletik ist nach wie vor beeindruckend und der Begriff „Vorzeigeprofi“ trifft vollumfänglich zu. 13,3 Punkte, 4,5 Rebounds und gute Verteidigung sind altersunabhängig ein tolles Paket.

Braydon Hobbs (Basketball Löwen Braunschweig): Ich habe lange überlegt, ob ich den Braunschweiger Spielmacher oder Polas Bartolo auf die Liste nehme. Trotz seinen defensiven Schwächen ist es dann Hobbs geworden, weil er für seine Mannschaft einfach wichtiger ist. Auch wenn der 33-Jährige in dieser Saison schlechte Quoten wirft, ist er mit seinen 9,8 Punkten und vor allem seinen 7,6 Assists unentbehrlich für die Löwen-Offensive.

Othello Hunter (FC Bayern München): Der 36-Jährige ist der zweite Spieler, bei dem ich mir nicht ganz sicher war. Letztendlich bekam er aber aufgrund seiner Leistungen in der Euroleague (6,8 Punkte und 4,8 Rebounds) den Zuschlag vor seinem Mannschafts- und Positionskollegen Elias Harris. Die Erfahrung und Führungsqualitäten des ehemaligen NBA-Spielers sind wichtige Stabilisatoren im Bayern-Ensemble.

Vladimir Lucic (FC Bayern München): Der 33-jährige Serbe ist der unumstrittene Führungsspieler bei den Münchnern. Er ist nicht mehr in der herausragenden Verfassung der Saison 2020/2021, als er in das All-Euroleague First Team gewählt wurde. In letzter Zeit hatte der Kapitän viel mit Verletzungen zu kämpfen, aber er personifiziert nach wie vor Cleverness, mentale Härte und Siegeswillen.

Luke Sikma (ALBA BERLIN): Er rangiert als Power Forward bei den Assists in der Euroleague zusammen mit den besten Point Guards des Kontinents unter den ersten Fünf. Der 33-Jährige hat es tatsächlich geschafft, sich als Passgeber noch einmal zu steigern. Abgesehen von den Schwächen an der Freiwurflinie liefert er eine herausragende Saison. Als Mentor und spirituelle Integrationsfigur der Albatrosse ist er einzigartig.

Die Youngsters

Malte Delow (ALBA BERLIN): Die Rolle des Berliner Eigengewächses wird stetig größer, unter anderem auch deshalb, weil er sie versteht. Der 21-Jährige ist ein Spieler, der keine Sprünge macht, aber kontinuierlich Schritte. Er verteidigt stark und bringt sein wachsendes offensives Repertoire ein, ohne zu überdrehen, und begeht kaum Fehler. Beim Pokalsieg am Sonntag in Göttingen war er mit 18 Punkten Topscorer. 

Juan Nunez (ratiopharm ulm): Der vielgepriesene 18-Jährige findet sich nach Anpassungsproblemen mittlerweile besser zurecht, hat aber noch ordentlich Luft nach oben. Das betrifft vor allem seine Körpersprache, seine Verteidigung und seinen Wurf. Die Fähigkeiten des Linkshänders im Pick and Roll sind augenscheinlich und könnten die NBA-Verantwortlichen trotz der genannten Schwächen überzeugen.

Gabriele Procida (ALBA BERLIN): Der Italiener ist ein herausragendes Bewegungstalent. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen. Als Scorer ist er mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein ausgestattet. Der 20-Jährige verfügt über die Athletik, um spektakulär am Ring zu finishen, und zudem über viel Range bei seinem Dreier. Er wurde in diesem Sommer an 36. Stelle gedraftet und möchte sich in Berlin den Feinschliff holen.

Ziga Samar (Veolia Towers Hamburg): Der 21-jährige Slowene spielt als Berliner Leihgabe an der Elbe. Bei der Europameisterschaft hatte er hinter Luka Doncic keine Möglichkeiten, sich zu zeigen. Seine athletischen Schwächen kompensiert der Point Guard mit seiner Größe von 1,97 Meter und seiner Übersicht. Im Sommer laufen in der Hauptstadt einige Verträge aus, so dass Samar möglicherweise dann ins ALBA-Trikot schlüpfen wird.

Fedor Zugic (ratiopharm ulm): Ich kann mir vorstellen, dass sich die Ulmer in dieser Saison mehr vom 19-jährigen Montenegriner erwartet haben. Die Mannschaft ist insgesamt schwächer als im Vorjahr, aber er reboundet nach wie vor wenig, verteilt kaum Assists und kann in der Verteidigung noch zulegen. Einer starken Dreierquote in der BBL (60 Prozent) steht eine schwache (8,6 Prozent) im Eurocup gegenüber.

Kochs Nachschlag

Der historisch beste Youngster: Dirk Werner Nowitzki, der als 20-Jähriger in seiner einzigen BBL-Saison trotz nur 16 absolvierten Spielen zum „Basketballer des Jahres“ gewählt wurde. Der historisch beste „ältere Herr“: Derrick Taylor. „Daddy Cool“ spielte mit 41 Jahren eine entscheidende Rolle beim ersten Bamberger Titelgewinn 2005. Beide waren nicht nur herausragende Spieler, sondern sind auch großartige Menschen!

Stefan Koch war zwei Jahrzehnte lang Headcoach in der ersten Liga und wurde 2000 und 2005 als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Er erreichte mit seinen Teams regelmäßig die Playoffs und trat sieben Mal im Europapokal an. Sechs Mal nahm er am TOP FOUR teil und gewann 2000 mit Frankfurt den Pokal. Zudem war der Hesse drei Mal Headcoach des All-Star-Games.

Koch arbeitet aktuell als Kommentator bei MagentaSport, war früher auch als Experte und Kommentator für SPORT1, Premiere und Sportdigital tätig, sowie als Scout für die NBA. Seine Kolumne „Kochs Nachschlag“ findet sich bei uns regelmäßig hier im News-Center rechts unter der Rubrik "Kochs Nachschlag". Außerdem produziert er gemeinsam mit Oliver Dütschke im Zweiwochentakt den Podcast „Talkin‘ Basketball“, der auf allen gängigen Plattformen abrufbar ist.